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KURIER – Integrationsgemeinde 2015



Der Kurier hat zum Wettbewerb um die Integrationsgemeinde 2015 aufgerufen – und wir haben mitgemacht.

Gesucht werden Gemeinde, Projekte, private Initiativen zur Integration von Flüchtlingen und Asylwerbern. Insgesamt haben sich 50 Gemeinden beworben und können bis 5. Juli gewählt werden.
http://kurier.at/chronik/oesterreich/integrationsgemeinde-2015/zuversicht-in-schwanenstadt/136.887.165
Die fünf Gemeinden mit den meisten Stimmen werden dann von einer Fachjury gereiht

Unser Bewerbungstext lautet wie folgt:

Integrationsgemeinde – KURIER
Netzwerk Zuversicht – unser Name ist unser Programm. Gemeinsam wollen wir Flüchtlingen, die bei uns Schutz suchen, Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben geben.

Das Netzwerk besteht aus einer Gruppe von 30 Personen, die Perspektiven für die Zukunft und Vertrauen in das Jetzt schaffen will, Zuversicht eben. Als überkonfessionelle, überparteiliche Gruppe leisten wir Hilfe für AsylwerberInnen in Schwanenstadt. Wir haben uns in sechs Arbeitsgruppen organisiert, um die wichtigsten Bereiche abzudecken: Grundbedürfnisse, Sprache, Kinder und Jugend, Miteinander, Flexiblen und Meinungsbildung.

Die verschiedenen Gruppen organisieren Dinge des täglichen Bedarfs, lehren Deutsch, bringen die AsylwerberInnen zu Ärzten und Ämtern, organisieren Freizeitaktivitäten ( Fußball, Volleyball, Kinobesuche etc.
Im Bereich Sprache, der größten Arbeitsgruppe, engagieren sich beispielsweise neun ehrenamtliche DeutschlehrerInnen, die den motivierten AsylwerberInnen das wichtige Werkzeug Sprache zur Verfügung stellen. Freiwillige HelferInnen halten im Volkshilfe-Wohnhaus, das Lager der Sachspenden (Kleidung, Geschirr, Bettwäsche usw.) übersichtlich etc. (weitere Informationen zu den Aufgaben der einzelnen Gruppen finden Sie auf unserer Homepage)

Das Flüchtlingshaus bietet Platz für 40 Personen, wobei ein Großteil der Personen aus Syrien stammt, die weiteren BewohnerInnen kommen aus Armenien, Somalia, Afghanistan, Irak und Algerien.

Folgendes wurde vom Netzwerk bereits erfolgreich organisiert bzw. erreicht:
 Die Bewohner des Flüchtlingshauses dürfen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten den Bauhof der Stadtgemeinde Schwanenstadt unterstützen. Ihre Aufgaben umfassen Tätigkeiten wie Unkrautjäten, Bäume schneiden, Müllsammlung u.s.w.
 Zwei Flüchtlinge können im Rahmen eines Schneiderei-Praktikums nähen lernen.
 Beim „Kultur-Kaffee“ ermöglichen wir den SchwanenstädterInnen mit den Bewohnern des Flüchtlingswohnheimes in Kontakt zu treten und sie kennen zu lernen. Im Rahmen des Kultur-Cafés werden die SchwanenstädterInnen ca. jedes zweite Monat ins Flüchtlingswohnheim eingeladen, wo sie mit den Bewohnern in Kontakt kommen und sie kennenlernen können.
 In Mal-Workshops können die BewohnerInnen einerseits ihre Kreativität ausleben und andererseits ihre Traumata verarbeiten.
 „Integartion“ heißt das Gartenprojekt, das von drei BOKU-Studentinnen begleitet wurde, bei dem den Flüchtlingen der Gemüseanbau gelernt wurde. Die künftige Begleitung in diesem Projekt übernehmen Ehrenamtliche aus dem Netzwerk und freiwillige HelferInnen aus Schwanenstadt. Der Garten soll ein Ort der Begegnung werden und offen sein für alle, die mit den Flüchtlingen in Kontakt treten wollen, um sie kennen zu lernen.
 Ein Gemüsehof aus der Gemeinde Schlatt stellt wöchentlich 40 kg Gemüse für das Wohnhaus zur Verfügung.
 Junge Flüchtlinge gehen dreimal pro Woche in den Deutschunterricht einer 4. Klasse in die NMS 2 Schwanenstadt. Dort trainieren Schülerinnen auf dem jeweils individuellen Leistungsstand mit ihnen Deutsch (Grammatik, Rechtschreibung, Lesen und Sprechen) und bekommen dafür erste Lektionen in Arabisch.
 Schwanenstädter Familien übernehmen „Patenschaften“ und kümmern sich um einzelne AsylwerberInnen besonders, indem sie regelmäßigen sozialen Kontakt pflegen. Auf diese Weise sind in 6 Monaten bereits innige Freundschaften entstanden. Der Familienanschluss kann über schwierige Zeiten hinweghelfen, denn nach 7 Monaten Ungewissheit sind viele Flüchtlinge verständlicherweise frustriert.
 Das erste Fest der Kulturen am Samstag, den 13.6.2015 wurde von der Schwanenstädter Bevölkerung sehr gut angenommen. Im Mittelpunkt des Festes stand das gegenseitige Kennenlernen. Die entspannte, angenehme und offene Atmosphäre trug dazu bei, dass viele BürgerInnen aus Schwanenstadt ihre Scheu gegenüber anderen Kulturen verringern oder sogar abbauen konnten.

Wir sind überzeugt, dass all diese Projekte dazu beitragen, ein friedvolles Miteinander zu fördern.
Genauere Informationen über das Netzwerk Zuversicht und das Schwanenstädter Asyl-Wohnprojekt finden Sie unter: www.netzwerk-zuversicht.at bzw. www.facebook.com/netzwerk.zuversicht

 


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